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12/1999
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Die Milchwerke Köln/Wuppertal eG (Tuffi) führten eine ungerechte Milchgeldstaffel zugunsten großer Milchviehhalter ein und teilten dies den Genossenschaftsmitgliedern im Weihnachtsrundschreiben mit. Es folgte eine Flut von kritischen Leserbriefen in der landwirtschaftlichen Fachpresse.
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17.01.2000
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Einige der kritischen Leserbriefschreiber trafen sich, unter Beteiligung der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), um über mögliche Gegenaktionen zu beraten. In den folgenden Wochen wurden auf mehreren betroffenen Milchviehbetrieben regionale Presseinformationsveranstaltungen durchgeführt.
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08.02.2000
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Die engagierten Bauern veranstalteten als „Interessengemeinschaft gegen den Staffelpreis“ eine Landwirte-Informationsversammlung in der Stadthalle Schmallenberg mit über 300 Teilnehmern und starteten eine Unterschriftensammlung gegen den Tuffi-Staffelpreis.
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02-03/2000
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Auf neun regionalen Tuffi-Mitgliederversammlungen informierte die „IG Staffelpreis“ die Landwirte mit Flugblättern unter dem Motto „Gleicher Preis für gleiche Milch“ über die Hintergründe des neuen Staffelpreises und setzte die Unterschriftensammlung fort. Bei der Tuffi-Mitgliederversammlung in Schmallenberg wurde außerdem eine Treckerdemonstration organisiert, über die auch Presse, Funk und Fernsehen berichtete.
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17.04.2000
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Auf Anregung der „IG Staffelpreis“ fand ein Gespräch mit dem Tuffi-Vorstand in Köln statt, wo mögliche Alternativen zum Staffelpreis erörtert werden sollten – jedoch ohne weiterführendes Ergebnis.
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21.06.2000
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Mit 18 Gründungsmitgliedern wurde in Velmede die „Milcherzeugergemeinschaft Sauerland und Umgebung“ (MEG) gegründet, nachdem zuvor umfangreiche Informationen von anderen Milcherzeugergemeinschaften eingeholt worden waren. Auch hier gab es erhebliche Medienresonanz.
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29.06.2000
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Anlässlich einer Tuffi-Vertreterversammlung in Wuppertal wurden dem Tuffi-Vorstand insgesamt 463 Unterschriften von Milchbauern gegen den Staffelpreis überreicht.
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07/2000
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Mit einem Brief an über 20 Molkereien wurde von der MEG ein erhebliches Interesse seitens der Molkereien an der Zusammenarbeit mit potentiellen Milchliefergemeinschaften festgestellt.
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10/2000
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Nach umfangreichen internen Gesprächen und Recherchen fanden mehrere öffentliche Landwirteversammlungen zur Information über Milchliefergemeinschaften und Werbung weiterer Mitglieder statt, an der teilweise über 100 Landwirte teilnahmen.
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04.12.2000
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Auf einer MEG-Mitgliederversammlung erklärten 40 Landwirte offiziell ihre Kündigung bei der Tuffi-Genossenschaft und beschlossen, einen Milchliefervertrag mit der Molkerei Wiegert in Velen/Krs. Borken abzuschließen. Bereits zwei Tage später wurde dieser Vertrag unterzeichnet, und in der nächsten Woche wurde das Konzept in einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit präsentiert.
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12/2000
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Alle MEG-Mitglieder kündigten mit Hilfe eines Anwaltes einmal ordentlich und zweimal außerordentlich ihre Mitgliedschaft bei Tuffi, um allen rechtlichen Unsicherheiten zuvorzukommen und eine möglichst baldige Aufnahme der Milchlieferung an die Molkerei Wiegert zu ermöglichen. Der zukünftige Milchspediteur stellte sich persönlich bei allen MEG-Lieferanten vor.
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30.01.2001
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Die MEG unternahm mit allen Mitgliedern eine gemeinsame Besichtigungsfahrt zur Molkerei Wiegert, um das Familienunternehmen kennen zu lernen.
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17.03.2001
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Um allen rechtlichen Anforderungen Genüge zu tun, wurde im Beisein eines Rechtsanwaltes eine erneute Gründungsversammlung der Milcherzeugergemeinschaft mit Vorstandswahl durchgeführt.
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01.05.2001
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An diesem Tag nahmen die MEG-Mitglieder die Milchlieferung an die neue Molkerei auf. Dazu wurden auf zwei beteiligten Höfen regionale Pressekonferenzen mit guter Resonanz durchgeführt. Von nun an liefern 40 Landwirte aus dem Sauerland und dem Raum Rüthen/Büren nicht mehr an Tuffi, sondern an die Molkerei Wiegert in Velen.
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Mitte 2003
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Eine aufgrund der ungünstigen Milchmarktentwicklung drohende Insolvenz der Molkerei Wiegert konnte durch solidarisches Zusammenstehen der Lieferanten, auch der MEG-Mitglieder, abgewendet werden.
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04/2004
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Die Upländer Bauernmolkerei in Willingen-Usseln möchte gemeinsam mit der MEG die deutschlandweit erste offizielle „Milcherzeugung ohne Gentechnik“ entwickeln.
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02.06.2004
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Vertreter verschiedener Bauernorganisationen aus Brasilien besuchen die MEG, um sich über das Projekt „Milcherzeugung ohne Gentechnik“ und über das Absatzpotential für gentechnikfreies brasilianisches Sojaschrot zu informieren.
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01.04.2005
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Seit diesem Tag produzieren alle MEG-Betriebe die „Milch ohne Gentechnik“, nachdem ein Jahr lang sehr umfangreiche rechtliche, organisatorische und vermarktungstechnische Fragen zu klären waren.
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20.06.2005
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Markteinführung in der Filiale des Lebensmittelhändlers tegut in Hessen und Thüringen
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12.01.2006
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Presseaktion auf drei Mitgliedbetrieben mit Printmedien, Funk und Fernsehen zum Verkaufsstart der “Milch ohne Gentechnik” unter dem Markennamen Bergweide in Rewe Märkten der Region.
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17.03.2006
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Verkostungsaktion zum Verkaufsstart der Bergweide-Milch in drei verschiedenen Globus-Märkten im Saarland in Zusammenarbeit mit Greenpeace.
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04/2006
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Bergweide-Milch Verkaufsstart im Lidl (Raum Rhein und Ruhr)
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